… als alternativlose Pflichtveranstaltung etabliert

Review Tag 1

“Es war ja fast zu schön, um wahr zu sein – aber nach zwei Jahren pandemischer Zwangspause konnte in diesem Jahr tatsächlich die fünfte Auflage des Static Roots Festivals im Zentrum Altenberg in Oberhausen stattfinden. Und das war einzig und alleine das Verdienst des rührigen Organisators Dietmar Leibecke, der das Unterfangen, kanadische, irische, schottische, englische und US-Acts in der noch laufenden Pandemie zum Anfassen auf die Bühne zu bringen, mit bemerkenswerter Zähigkeit gegen alle Widerstände und vernünftige Einwände verteidigt hatte – und dabei fast alle Acts, die er bereits für 2020 gebucht hatte, bei der Stange halten konnte.

Woran das liegt, braucht eigentlich nicht schon wieder erklärt zu werden: Das aus einer spirituellen Verbundenheit mit dem legendären Kilkenny Festival dereinst gegründete Americana-Event hat sich nicht nur bei den Fans, sondern auch den Künstlern schnell als alternativlose Pflichtveranstaltung etabliert. Allerdings durfte den Künstlern in dem Fall deutlich mehr Pandemie-Resilienz zugeeignet werden, als den Fans, von denen so einige den Lockdown Blues wohl als Grund hergenommen hatten, dem Festival dieses Jahr fernzubleiben. Nicht zum Schaden der Anwesenden übrigens, die somit mehr Freiraum und ein intensiveres Konzerterlebnis genießen konnten.”