“Static Roots Festival” feiert endlich wieder ein Familienfest. Unter lauter Iren und Briten fallen deutsche Zuhörer kaum auf
“Als wir 2019 nach dem erstmals komplett ausverkauften vierten „Static Roots Festival“ ob dessen Grandezza begeistert konstatierten, für die „Nummer 5“ hänge die Messlatte nun verdammt hoch, da konnte niemand ahnen, dass man auf die nächste Familienfeier der „Americana“-Fans drei Jahre würde warten müssen.
Jetzt endlich zelebrierte man wieder im Zentrum Altenberg das leitmotivische „Peace, Love, Rock’n’Roll“ dieses einzigartigen Festivals, das sich sein Mastermind Dietmar Leibecke 2016 aus Anlass diverser Jubiliäen (darunter seiner Silberhochzeit) als Alternative zu sonst üblichen Feierlichkeiten gegönnt hatte. Und wieder traf das entspannte Motto die Stimmung perfekt. Denn eine derart familiäre Atmosphäre wie im Saal und unter den lauschigen Bäumen der ehemaligen Zinkfabrik muss man lange und mit der Lupe suchen.
Traditionsgemäß waren heimische Zuhörer klar in der Minderzahl – es dominierten jede Menge Iren und Engländer, gar eine Handvoll Schotten, die eigens nach Oberhausen gereist waren, um ihren Stars der internationalen Americana-Szene ganz unkompliziert nahe zu sein. Die wenigen deutschen Gäste kamen aus Marburg, Nürnberg, Hannover – Sterkrade, Osterfeld & Co. hatten das Festival mal wieder links liegen lassen.”
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Und ließen uns darob vom britischen Singer-Songwriter Pete Gow trösten, dessen „Siren Soul Orchestra“ doch wahrhaftig mit drei Streicherinnen und zwei Bläsern aufwartete. Ein fabelhaftes Erlebnis in Cinemascope und Technicolor, dessen spritzige, zwischen rockiger Ekstase und groovigem Soul schillernde Opulenz für leuchtende Augen und heftigen Jubel sorgte.
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Auch wenn man diesmal viele alte Bekannte wie Paula aus Kilkenny, die immer alle bützte, schmerzlich vermisste, so war es doch ein tolles „Americana“-Familientreffen, auf das sein Gastgeber Dietmar Leibecke zum fünften Mal richtig stolz sein darf.”
